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Speerwurf-Weltmeister gibt sich die Ehre

Lesedauer: 3 Minuten

Johannes Vetter zu Gast beim Sportfest 2025

Es ist mehr als nur ein Tag im Kalender – es ist ein Ereignis, das viele Dörlinbacherinnen und Dörlinbacher am Sonntagnachmittag auf den Sportplatz lockte. Immer wieder fanden Weltmeister ihren Weg nach Dörlinbach, doch als der Speerwurf-Weltmeister von 2017, Johannes Vetter, am dritten Tag des diesjährigen Sportfestes seine Aufwartung machte, war die Vorfreude besonders groß.
Johannes Vetter im Gespräch mit Bürgermeister Matthias Litterst und seinen Gastgebern vom SV Dörlinbach.
Das über das Sportfest launische Wetter zeigte sich beim „Willkommen heißen!“ des berühmten Sportlers aus der Ortenau zunächst mal von seiner besseren Seite. Vetter, der mit seinem beeindruckenden und noch immer gültigen deutschen Rekord von 97,76 Metern in die Geschichtsbücher einging, nahm sich Zeit für seine Fans. Nach dem offiziellen Teil inklusive einer Speerwurf-Einlage, wo er sogar den 800-Mark-Schuss eröffnete und einen glücklichen Treffer erzielte, wurde er von der Festgemeinschaft herzlich umgarnt.
Wie ein Magnet zog Johannes Vetter Klein und Groß an. Auch einige Erwachsene wie Hermann Fischer ergattern sich ein Autogramm von Vetter.
Außenwandgemälde in der Brandhalde (Anwesen Kaspar). Hans Buschs Erstlingswerk an Dörlinbachs Hauswänden, das er im August 1975 fertigstellte.
Speerwurf-Weltmeister Vetter eröffnete unter anderem den 800-Mark-Schuss und erzielte einen glücklichen Treffer.
Wie ein Magnet zog Johannes Vetter Klein und Groß an. Manche konnten es kaum erwarten, bis Johannes Vetter Autogrammkarten unterschrieb und verteilte. Ihre leuchtenden Augen strahlten vor Freude, als sie das begehrte Signaturstück in Händen hielten. Doch nicht nur die Jüngeren scharten sich um den Weltmeister – auch einige Erwachsene wie Hermann Fischer, der Anfang November 83 Jahre alt wird, wagten einen Blick in die unvergessliche Begegnung und durften sich über ein Autogramm freuen.
Speerwurf-Star lauschte den Geschichten
Die Atmosphäre war lebendig und voller Überraschungen – Vetter erfüllte nicht nur die Standardwünsche der Fans, sondern war auch bereit, auf besondere Anfragen einzugehen. Ein T-Shirt hier, ein Trikot dort, und dann war da noch Andrea Schwörer mit einer pfiffigen Idee: Warum nicht eine Verpackung ihrer Jubiläumsnudeln signieren lassen? Die Idee zog Kreise, und so kauften einige Besucherinnen und Besucher rasch eine Nudelpackung, um diese ebenfalls vom Weltmeister persönlich signieren zu lassen. Aber Vetter zeigte sich nicht nur als charmante Berühmtheit, er war auch wissbegierig. Während er mit Bürgermeister Matthias Litterst plauderte, erkundete er die Geschichte Dörlinbachs, dessen Tradition der Nudelfabrikation einst viele Jahrzehnte umspannte. Interessiert lauschte der Speerwurf-Star den Geschichten, die sich hier und da entfalten, und war sichtlich begeistert.
Spektakulärste Geschichte wurde vergessen

Was jedoch am Ende des Festes schmerzlich vermisst wurde, war die Information, die kein Dörlinbacher und keine Dörlinbacherin dem „Meet & Greet“-Gast Johannes Vetter mit auf den Weg gegeben hatte: Dass der wohl „berühmteste“ Speerwerfer, zumindest für die Dorfbevölkerung, einst ein Dörlinbacher wart Erst als Vetter das Festgelände verlassen hatte, bemerkten einige das Versäumnis und fragten sich, wieso sie ihm nicht von ihrem legendären Sperrwerfer erzählt hatten. Die einstige Liveübertragung des Fußball-Weltmeisterschafts-Finales im Jahre 1982, als eben dieser Speerwerfer für Furore sorgte, wird vielleicht mal zum Thema eines künftigen Austausches mit Vetter werden. Wer mehr über diese außergewöhnliche Geschichte erfahren möchte, kann in der Folge 5 der Reihe „Derlebacher G’schichtle“ (Speerwurf lässt Fußballer im Dunkeln stehen) vom 30. November 2021 das spektakuläre Ereignis nachlesen.

Gesellige Dorfgemeinschaft

Abschließend bleibt festzuhalten: Das Sportfest in Dörlinbach war nicht nur ein Fest für die Athletinnen und Athleten, sondern auch eine Bühne für Träume, Begegnungen und die Geselligkeit der Dorfgemeinschaft. Und bei allem wehte stets ein Hauch des aktuellen Jubiläumsjahres mit.

Veröffentlicht am 31. Juli 2025 / red

Visuelle Impressionen zur Geschichte:

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