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Die Sternsinger

Lesedauer: 3 Minuten

Ein lebendiger Brauch der Solidarität

Am 28. Dezember ziehen sie wieder von Haus zu Haus – die Sternsinger, die jedes Jahr aufs Neue mit frohen Gesichtern und bunten Gewändern zu uns kommen. Rund um den Jahreswechsel beginnen sie überall ihre 67. Aktion des Dreikönigssingens und bringen den Segen des Jesuskindes in jede Stube. Unter dem Leitwort „Erhebt Eure Stimme! Sternsingen für Kinderrechte“ wollen sie auf die besonderen Bedürfnisse benachteiligter Kinder weltweit aufmerksam machen und Spenden sammeln, um ihnen zu helfen.
Ankündigung zur aktuellen Sternsinger-Aktion. Die Sternsinger laufen am Samstag, 28. Dezember 2024.
Vom Festtag der Geburt Jesu bis zum 6. Januar, dem Dreikönigstag, ziehen die Kinder als drei Könige verkleidet durch die Straßen. Sie erinnern uns an Caspar, Melchior und Balthasar – die Weisen aus dem Morgenland, die im Matthäusevangelium erwähnt werden. Diese historischen Figuren sind Bestandteil unserer Kultur und bereichern nicht nur die Krippen in unseren Häusern, sondern auch die Weihnachtskrippe in der Pfarrkirche St. Johannes.
Ankündigung zur aktuellen Sternsinger-Aktion. Am 28. Dezember ziehen die Sternsinger wieder von Haus zu Haus und bitten um eine Spende.
Außenwandgemälde in der Brandhalde (Anwesen Kaspar). Hans Buschs Erstlingswerk an Dörlinbachs Hauswänden, das er im August 1975 fertigstellte.
Dörlinbacher Sternsinger-Kinder in Stuttgart. Wusstet ihr, dass Dörlinbacher Sternsinger schon einmal beim Ministerpräsidenten in Stuttgart waren?
In Dörlinbach werden die Sternsinger bereits morgen aktiv sein, und die Freude ist groß! In früheren Zeiten war es Brauch, die Heiligen Drei Könige am Dreikönigstag in die Familie zu integrieren und mit Kreide die drei Anfangsbuchstaben für Caspar, Melchior und Balthasar über der Haustür zu verewigen. Heute übernehmen die Sternsinger-Kinder diese Aufgabe, indem sie mit ihrem fröhlichen Gesang und der Bitte um eine Spende von Haus zu Haus ziehen.
Tradition mit langer Geschichte
Die Tradition des Sternsingens hat eine lange Geschichte, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Seit 1959 ist die Aktion eine bedeutende Solidaritätsbewegung, die es Kindern ermöglicht, aktiv für andere Kinder einzutreten. Besonders auffällig ist die Darstellung des schwarzen Königs, die in der Kunst seit dem 8. Jahrhundert zu finden ist. Er symbolisiert den Kontinent Afrika und verdeutlicht, dass die Botschaft von Weihnachten für alle Menschen gilt, unabhängig von Hautfarbe oder Herkunft.
Teilweise wird auf Schwarzschminken verzichtet
Interessant ist auch, dass viele Sternsinger heute auf das Schwarzschminken verzichten. Dies geschieht oft auch aus praktischen Gründen: Die Schminke kann unangenehm sein oder Kindern Allergien bereiten. Außerdem möchten viele Kinder auf Sternsinger-Fotos wiedererkannt werden, beispielsweise beim Empfang des Bürgermeisters oder beim Besuch des Bundespräsidenten. Wusstet ihr, dass Dörlinbacher Sternsinger schon einmal gemeinsam mit anderen Sternsingern aus der Region beim Ministerpräsidenten in Stuttgart waren?

Sternsingen ist mehr als nur einen Brauch

Insgesamt steht das Sternsingen für mehr als nur einen Brauch – es ist ein Ausdruck der Gemeinschaft, der Solidarität und des Engagements für die Rechte der Kinder weltweit. Wenn die Sternsinger wieder von Tür zu Tür ziehen, bringen sie nicht nur den Segen des Jesuskindes mit, sondern auch Hoffnung und Unterstützung für diejenigen, die es am nötigsten haben. Lass uns die Aktion unterstützen und gemeinsam für eine bessere Zukunft der Kinder eintreten!

Veröffentlicht am 27. Dezember 2024 / red

Visuelle Impressionen zur Geschichte:

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