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Aladin allein zu Haus

Lesedauer: 3 Minuten

Neue Storchen-Saga in Dörlinbach und Wittelbach

Im vergangenen Jahr sorgten Aladin und Angela für großen Jubel in Dörlinbach: Das erste Storchenpaar im Ort brachte erstmalig Nachwuchs. Zunächst verlief 2024 enttäuschend, denn das Brutgeschäft blieb aus. Doch 2025 zeigte sich die Natur wieder von ihrer besten Seite: Vier Küken schlüpften, zwei davon überlebten und konnten Anfang August den Horst verlassen. Kurz darauf endete die gemeinsame Geschichte von Aladin und Angela vorerst: Mitte August verabschiedete sich schließlich auch Angela, Anfang September verließ Aladin als Letzter den Horst.
Geschafft. Konkurrenten weg – aber auch Angela! Sie hat Aladin verlassen und ist in Wittelbach eine neue Partnerschaft eingegangen.
Das neue Storchenjahr begann mit einer Überraschung: Wie im Vorjahr wurde das Nest auf der G5-Antenne vollständig entfernt und es wurde auch wieder eine Vergrämungsmaßnahme installiert – doch diese hielt auch diesmal Aladin und Angela nicht fern. Sie kehrten zurück, besetzten die Antenne. Zwischenzeitlich entbrannten regelrechte Kämpfe um den offensichtlich begehrten Nistplatz – andere Störche zeigten Interesse, vielleicht sogar rivalisierende Verehrer um Angela?
Gemeinsam verbringen sie viel Zeit auf dem Horst und bei der Futtersuche auf den umliegenden Wiesen.
Außenwandgemälde in der Brandhalde (Anwesen Kaspar). Hans Buschs Erstlingswerk an Dörlinbachs Hauswänden, das er im August 1975 fertigstellte.
Gemeinsam verbringen sie viel Zeit auf dem Horst und bei der Futtersuche auf den umliegenden Wiesen.
Dann verschwand Angela plötzlich spurlos. Aladin stand fortan allein da und machte sich daran, alleine einen horstneuen Heimathafen auf der Antenne zu errichten. Innerhalb einer Woche entstand ein neues Nest – doch Angela blieb verschwunden.
Angela zog es nach Wittelbach
Die Suche führte die Beobachter schließlich nach Wittelbach: Dort hatte Angela auf dem Kirchturm Zuflucht gefunden und eine neue Partnerschaft eingegangen. Es zeigt sich einmal mehr, dass Störche keine ewige Treue zu einem Partner halten, sondern vor allem dem Horst die Loyalität schenken. Angela verband sich mit dem dortigen Altstorch, dessen bisherige Gefährtin offenbar nicht zurückgekehrt war. Aladin hingegen nahm sein Schicksal an und blieb zunächst alleine in Dörlinbach. Doch bald kam Bewegung ins hiesige Storchenleben: Damenbesuch ließ sich auf dem Horst nieder, und die Chemie stimmte sofort. Aladin gab sich keine Mühe, die neue Beziehung zu vertiefen – gleich dreimal hintereinander wurde bereits am ersten Tag der hoffnungsvolle Grundstein für den nächsten Storchennachwuchs gelegt.
Aladin mit neuem Nest und neuer Partnerin
Noch haben sie mit dem Brüten nicht begonnen, aber die Zweisamkeit für die neue Brutsaison steht fest. Gemeinsam verbringen sie viel Zeit auf dem Horst und bei der Futtersuche auf den umliegenden Wiesen. Gemeinsam wird auch der Horst täglich „aufgehübscht“. Die Natur bereitet sich auf ein weiteres Kapitel in der noch jungen Storchenchronik von Dörlinbach vor – und die Vorzeichen deuten darauf hin, dass auch 2026 neue Adebar-Jungvögel das Licht der Welt erblicken könnten. So zeigt sich, dass selbst in der Vogelwelt Wandel und Neubeginn zum Leben gehören – und Aladin beweist eindrucksvoll, dass man auch allein zu Haus ein Nest aufbauen und erwartungsvoll in die Zukunft blicken kann.

Veröffentlicht am 27. März 2026 / red

Visuelle Impressionen zur Geschichte:

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