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Biografie von Schwester M. Fiatis wird offiziell vorgestellt

Lesedauer: 3 Minuten

Überraschung und Höhepunkt beim Jubiläumsfest

Im Jahr 1935 reisten die ersten Schönstätter Marienschwestern nach Argentinien aus und legten damit den Grundstein für die Bewegung im Land. Vierzehn Jahre später folgte eine Dörlinbacherin diesem Ruf: Als Schwester M. Fiatis widmete die gebürtige Maria Elisabeth Schätzle (1923 bis 1993) ihr Leben den Ärmsten der Armen in Lateinamerika. Für die Menschen dort war sie nicht nur eine „Volksmutter“, sie wurde zu einer „Heiligen der kleinen Details“, wie sie liebevoll genannt wurde.
Impressionen von der Beisetzung im Juni 1993 auf dem Schwesternfriedhof in Florencio Varela, dem argentinischen Neu-Schönstatt.
Nur drei Jahre später, am 20. Januar 1952, weihte der Gründer der Schönstattbewegung, Pater Josef Kentenich, persönlich das erste Schönstattheiligtum in Florencio Varela in der Provinz Buenos Aires ein. Das Heiligtum, das auch „Nuevo Schönstatt“ genannt wird, ist übrigens das einzige Schönstattheiligtum außerhalb Deutschlands, das Pater Kentenich selbst eingeweiht hat. Das argentinische Nationalheiligtum in Florencio Varela feierte im Januar 2022 sein 70-jähriges Bestehen.
Am Samstag, 12. September 2026, wird im fernen Argentinien die Biografie von Schwester M. Fiatis offiziell vorgestellt.
Außenwandgemälde in der Brandhalde (Anwesen Kaspar). Hans Buschs Erstlingswerk an Dörlinbachs Hauswänden, das er im August 1975 fertigstellte.
Die gebürtige Dörlinbacherin starb nach kurzer, schwerer Krankheit am 8. Juli 1993 in einem Hospital in Buenos Aires.
In diesem Nuevo Schönstatt wird nun am Wochenende des 12. und 13. September 2026 das 100-jährige Bestehen der Schönstätter Marienschwestern gefeiert. Die internationale Gemeinschaft wurde im September 1926 in Deutschland gegründet. Da sich in Florencio Varela sowohl das Zentralheiligtum als auch das Provinzhaus der Nazareth-Provinz befinden, die Argentinien, Uruguay und Paraguay umfasst, findet dort die große argentinische Jubiläumsfeier statt. Das Fest steht unter dem Leitwort „Maria, Licht der Hoffnung“.
Dörlinbacherin im Mittelpunkt des Kulturprogramms
Bei den zentralen Feierlichkeiten rückt am Samstagnachmittag auch die gebürtige Dörlinbacherin Schwester M. Fiatis in den Mittelpunkt. Im Rahmen des Begegnungs- und Kulturprogramms „Experiencias desde Nazaret“ wird im Kultur- und Ausstellungsbereich des Geländes ihr außergewöhnliches Lebenszeugnis vorgestellt. Schwester Fiatis wirkte unter anderem intensiv in der Mütter- und Familienbewegung. In Argentinien wird sie bis heute wegen ihres tiefen Glaubens, ihrer menschlichen Nähe und ihres unermüdlichen Einsatzes für die Ärmsten hoch geschätzt.
„Corazón de Madre“ – ein Buch über ihr Lebenszeugnis
Passend zum 100-jährigen Gründungsfest der Schwesterngemeinschaft erscheint eine Biografie über Schwester M. Fiatis. Das Buch trägt den Titel „Corazón de Madre“, auf Deutsch: „Mutterherz“. Die Schönstätter Marienschwestern haben die Veröffentlichung bewusst als exklusive Überraschung und besonderen Höhepunkt des Festwochenendes geplant. Das Buch wird erst im Augenblick der Präsentation am Samstagnachmittag offiziell der Öffentlichkeit und den Pilgerinnen und Pilgern vorgestellt. Damit erhält das Lebenszeugnis der aus Dörlinbach stammenden Schwester einen besonderen Platz in den Jubiläumsfeierlichkeiten. Ihr Wirken steht beispielhaft für die Geschichte der Marienschwestern in Argentinien: geprägt von missionarischem Einsatz, großer Verbundenheit mit den Familien und einem besonderen Blick für Menschen in Not.

Buchvorstellung am Sonntag um 0.15 Uhr deutscher Zeit

Nach mitteleuropäischer Sommerzeit findet die Präsentation von „Corazón de Madre“ am Sonntag, 13. September 2026, um 0.15 Uhr statt. Im offiziellen argentinischen Festprogramm ist die Buchvorstellung für Samstag, 19.15 Uhr Ortszeit, vorgesehen. Da Argentinien der mitteleuropäischen Sommerzeit derzeit fünf Stunden hinterherhinkt, fällt der Termin in Deutschland auf die Nacht von Samstag auf Sonntag. Für Interessierte aus der Heimat von Schwester Fiatis gibt es dennoch verschiedene Möglichkeiten, das Jubiläumswochenende zu verfolgen. Die Schönstätter Marienschwestern veröffentlichen auf ihrem offiziellen YouTube-Kanal „Hermanas de Maria de Schoenstatt“ Videos, Berichte und Übertragungen. Auch auf der internationalen Plattform Schoenstatt.org werden regelmäßig Live-Updates, Berichte und weiterführende Links zu den Feierlichkeiten bereitgestellt. Darüber hinaus lohnt sich ein Blick auf das hiesige Schoenstatt-TV und den Livestream aus dem Urheiligtum in Schönstatt-Vallendar. Von dort aus werden wichtige weltweite Jubiläumsakzente begleitet.

Höhepunkte der Buchpräsentation auf dem YouTube-Kanal

Die Buchvorstellung selbst wird voraussichtlich nicht live übertragen. Die klassischen Livestreams konzentrieren sich vor allem auf die großen liturgischen Feiern, darunter die festliche Heilige Messe und die anschließende Lichterprozession zum Heiligtum. Nach vorliegenden Informationen sollen die Höhepunkte der Buchpräsentation und der Festakte jedoch zeitnah als Videobeiträge auf dem offiziellen YouTube-Kanal veröffentlicht werden. So wird das Jubiläumswochenende in Florencio Varela nicht nur zu einem Fest der internationalen Schwesterngemeinschaft, sondern auch zu einem besonderen Moment der Erinnerung an eine Dörlinbacherin, deren Lebensweg in Argentinien tiefe Spuren hinterlassen hat.

Veröffentlicht am 11. September 2026 / red

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