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Ein erlebnisreiches Wochenende

Lesedauer: 3 Minuten

Oktoberfestfeeling und Geschichtswanderung

Nach einem unvergesslichen Erlebnis beim Tag „Unsere Bauernhöfe“ erwartete die Dörlinbacherinnen und Dörlinbacher am darauffolgenden Wochenende erneut ein spannendes Programm. Am Samstagabend verwandelte die Trachtenkapelle Dörlinbach die Festhalle in einen Ort voller Oktoberfeststimmung. Die traditionelle „Wies’n-Party“ sorgte für ein wahres Spektakel, bei dem Dirndl und Lederhosen das Bild bestimmten.
„Wies'n-Party“ der Trachtenkapelle: Ein Höhepunkt war der obligatorische Fassanstich, bei dem Bürgermeister Litterst mit einem einzigen, kräftigen Schlag das Freibier anstieß.
Die festliche Dekoration, geprägt von den Farben Weiß und Blau, waren zugleich auch passend zum Motto „800 Jahre Dörlinbach“ gewählt. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der obligatorische Fassanstich, bei dem Bürgermeister Matthias Litterst mit einem einzigen, kräftigen Schlag das Freibier anstieß. Wie beim Jubiläumsfest an Pfingsten gelang ihm auch dieses Mal der Kunstgriff, und das Freibier floss in Strömen!
Historische Wanderung: Ankunft und Empfang in Ettenheimmünster. Die geschichtsträchtige Wanderung fand auf dem Landelinfest ihren Ausklang.
Außenwandgemälde in der Brandhalde (Anwesen Kaspar). Hans Buschs Erstlingswerk an Dörlinbachs Hauswänden, das er im August 1975 fertigstellte.
Historische Wanderung: Impressionen vom steilen Anstieg am Oberrain. Der Weg hinaufwar teilweise beschwerlichen, aber lohnenswerten.
Im Anschluss daran heizten die Musikkapellen aus Kippenheimweiler und Schmieheim ordentlich ein. DJ Jojo übernahm danach das Zepter und mischte gekonnt klassische Oktoberfestmusik in seine Setlist, was die feiernden Gäste auf die Tanzfläche zog. Dennoch mussten einige frühzeitig nach Hause, denn am nächsten Morgen stand eine „Historische Wanderung“ nach Ettenheimmünster auf dem Programm – eine Veranstaltung, die sich einige nicht entgehen lassen wollten.
Rast beim Totenruhstein
Am Sonntagmorgen machten sich schließlich 24 „mutige“ Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den teilweise beschwerlichen, aber lohnenswerten Weg hinauf zum Tannenböschle und dem dortigen Totenruhstein. Alois Göppert und Martina Kaspar-Rothweiler führten die Gruppe an, während Thomas Rothweiler ergänzend historische Einblicke lieferte. Im Mittelpunkt der Wanderung stand der Kirchweg nach Ettenheimmünster – eine Route, die die Dörlinbacherinnen und Dörlinbacher früher oft zurücklegen mussten, da sie als Teil der Pfarrei Münstertal galten. Der Aufstieg zur Anhöhe namens „Totenruh“, über den einst die Verstorbenen zur christlichen Bestattung nach Ettenheimmünster gebracht wurden, war zwar nicht so mühsam wie früher, aber anstrengend allemal. Die oben erfolgte Rast bot nicht nur Erholung, sondern auch interessante Geschichten über die Vergangenheit. Ein Team des Veranstalters, dem Radfahrverein „Schutterbund“ Dörlinbach, empfing die Wandergruppe auf dem Tannenböschle mit einer kleinen Stärkung sowie willkommenen Erfrischungsgetränken. Es war zugleich ein erster „Arbeitseinsatz“ für den neuen RVD-Vorsitzenden Pascal Schätzle. Nach der kurzen Rast führte der Weg weiter über den Dörlinbacher Grund hinunter nach Ettenheimmünster, vorbei am Landelins Garten, zum traditionellen Landelinfest gegenüber der Klosterkirche. Die Geschichte des Heiligen Landelin, eines irischen Mönchs aus dem 7. Jahrhundert, brachte Teile der Wandergruppe zum Nachdenken. In Ettenheimmünster, wo Landelin als Einsiedler lebte und starb, wurde ihm zu Ehren um 763 ein neues Kloster errichtet.
Landelinfest oder Landolinfest?
Die Diskussion über die korrekte Aussprache seines Namens beziehungsweise des Festnamens – heißt es nun „Landelinfest“ oder „Landolinfest“? – erwies sich als unterhaltsame Ablenkung. Während einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf „Landolin“ beharrten, favorisierten andere „Landelin“. Diese Debatte spitzte sich zu, besonders als alte Postkarten bei der einhergehenden Ausstellung zu sehen waren, die sowohl die eine als auch die andere Schreibweise zeigten. Die Meinungsvielfalt bereitete jedoch allen große Freude und schuf eine heitere Atmosphäre zum Abschluss der historischen Wanderung durch die Geschichte.

Treffen zum geschichtsträchtigen Weg

So bot das vergangene Wochenende nicht nur Feierstimmung bei der „Wies'n-Party“, sondern auch eine spannende Entdeckungsreise in die Geschichte Dörlinbachs und Ettenheimmünsters. Es war ein perfektes Zusammenspiel von Tradition, Kultur und Gemeinschaft, das zumindest für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wanderung eine Fortsetzung bringen könnte. Geplant ist nämlich zu einem späteren Zeitpunkt ein Treffen zu organisieren, um den geschichtsträchtigen Weg, der allerdings nicht mehr in seiner ursprünglichen Geschlossenheit erhalten beziehungsweise begehbar ist, noch einmal aufzuarbeiten.

Veröffentlicht am 22. September 2025 / red

Visuelle Impressionen zur Geschichte:

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