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Aladin und Angela

Lesedauer: 3 Minuten

Kein Nachwuchs in Dörlinbach – Zukunft ungewiss

In Dörlinbach bleibt die Zukunft der Störche ungewiss, denn das ersehnte Stromtürmchen auf Drescher's Matt, das als Nistplatz für Meister Adebar vorgesehen war, lässt weiterhin auf sich warten. Diese Nesthilfe wurde von einigen Storchenliebhabern bereits vor Monaten über die Gemeinde beim Stromanbieter angefragt – doch bisher gab es keine Antwort. Während die engagierten Storchenfreunde auf eine Reaktion warten, hat sich ein Storch-Pärchen längst einen eigenen Platz gesucht.
Impressionen von Aladin und Angela auf ihrem Horst im Mühlweg (G5-Antenne) aus den verschiedensten Blickwinkeln.

Auf der G5-Antenne im Mühlweg haben Aladin und Angela, wie sie von den Grundschülerinnen und Grundschülern getauft wurden, ihr neues Zuhause gefunden. Die Geschichte hinter dieser Namensgebung ist ebenso charmant wie die Störche selbst. Wer mehr über Dörlinbachs Storchenwelt erfahren möchte, kann in unserem Blog-Beitrag „Die Planungen dauerten Adebar zu lange“ vom 6. Mai 2024 nachlesen. Das Weißstorch-Pärchen begann schnell mit dem Brutgeschäft, noch während sie ihren Horst ausbauten. Die Hoffnung auf ersten Nachwuchs in Dörlinbach war groß – doch das Glück schien ihnen nicht hold.

Aladin und Angela auf Futtersuche auf einer Wiese in der Hub. Jeden Abend sah man sie wie hier in der Hub oder auf den Wiesen im Dorfkern.
Außenwandgemälde in der Brandhalde (Anwesen Kaspar). Hans Buschs Erstlingswerk an Dörlinbachs Hauswänden, das er im August 1975 fertigstellte.
Impressionen von Aladin und Angela auf ihrem Horst im Mühlweg (G5-Antenne) aus den verschiedensten Blickwinkeln.
Eine lange Zeit des Brütens verging und das Warten zog sich länger als erwartet hin. Während in den umliegenden Gebieten bereits die Küken die Köpfchen regten, saß Angela weiterhin geduldig und unbeweglich auf den Eiern. Das vermeintliche Brüten nahm und nahm kein Ende. Selbst die Optimistischsten unter den Storchenfreunden wurden skeptisch: Würden wir je einen Nachwuchs in Dörlinbach erleben? Als die Störche schließlich mehrtägig verschwanden, war der Horst verlassen – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als die Küken längst geschlüpft sein sollten und die Grundschule die Namen für die vermeintlichen Storch-Eltern bekanntgab.
Grundschule auf Namenssuche
Die Wahl der Namen war alles andere als einfach. Nach langem Überlegen entschieden die Schülerinnen und Schüler schließlich, Frau Storch „Angela“ und Herrn Storch „Aladin“ zu taufen. Doch während die Namen festgelegt waren, schien sich das Schicksal der beiden Störche noch in der Schwebe zu befinden. Nach mehreren Tagen jedoch, zur Freude aller, kehrten Aladin und Angela tatsächlich auf ihre G5-Antenne zurück. Doch ihre Rückkehr war nicht ohne Herausforderungen: Ein ungebetener Gast hatte es sich in ihrem Horst gemütlich gemacht. Doch keine Sorge – das Paar wusste sich zu wehren und setzte sich gegen den Einzelgänger durch.
Noch offene Fragen
Nach ihrem triumphalen Comeback verbrachten Aladin und Angela noch einige Tage in der Umgebung, bevor sie Ende August erneut verschwanden. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die beiden im nächsten Frühjahr zurückkehren und einen neuen Anlauf für ihren Nachwuchs in Dörlinbach wagen. Und die Frage, die viele in Dörlinbach beschäftigt: Kann der Horst auf der G5-Antenne bleiben oder wird er womöglich wieder entfernt und kann gegebenenfalls ein Ersatz auf dem angekündigten Stromhäuschen geschaffen werden? Fragen, die Aladin und Angela in den warmen südlichen Gefilden sicher nicht mehr beschäftigen. Die Zeit wird zeigen, ob im nächsten Jahr in Dörlinbach endlich das ersehnten Storchenglück einzieht.

Veröffentlicht am 6. November 2024 / red

Visuelle Impressionen zur Geschichte:

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