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Baumstämme als Blumentröge

Lesedauer: 3 Minuten

Geranien blühen und gedeihen entlang der Hauptstraße

Dörlinbach sollte in den 1990er-Jahren ein neues Antlitz bekommen (siehe dazu Blog-Beitrag „Für ein schöneres Dörlinbach“ vom 17. Mai 2021). In jenen Jahren war auch der Verkehrsverein  (siehe Blog-Beitrag „Verkehrsverein Dörlinbach“ vom 20. Mai 2021) überaus aktiv. Der Verein, den es seit 2014 nicht mehr gibt, gestaltete und betreute die Brunnen- und Freizeitanlagen im Ort. Und die Mitglieder entwickelten immer wieder Ideen den Ort noch attraktiver und schöner zu machen.

In den 1990er-Jahren prägten Blumentröge aus Holz das Bild entlang der Hauptstraße.
Eine dieser Ideen sollte lange Zeit den Ort vor allem entlang der Durchgangsstraße prägen. Das Rezept: Man nehme einen Baumstamm, höhle ihn aus und macht einen Blumentrog daraus. Diese wurden entlang der Hauptstraße aufgestellt und mit Geranien in den Farben rot und rosa bepflanzt. Und so reihten sich zu beiden Straßenseiten zwischen Dorfkern und der Kur- und Miniaturgolfanlage überwiegend rot-rosa leuchtende Geranien aneinander, denn an der gegenüberliegenden Bachseite war ja das Geländer mit Blumenkästen bestückt.
In den 1990er-Jahren prägten Blumentröge aus Holz das Bild entlang der Hauptstraße.
Außenwandgemälde in der Brandhalde (Anwesen Kaspar). Hans Buschs Erstlingswerk an Dörlinbachs Hauswänden, das er im August 1975 fertigstellte.
In den 1990er-Jahren prägten Blumentröge aus Holz das Bild entlang der Hauptstraße.
Die Blumentröge wurden nicht nur entlang des Gehwegs an der Hauptstraße aufgestellt. Auch in den Freizeit- und Grünanlagen selbst veränderten sie das Ortsbild in den Frühjahrs- und Sommermonaten – oft bis weit in den Herbst hinein. Die Idee der riesigen Blumentröge wurde seinerzeit übrigens auch in Nachbarorten aufgegriffen. Unter anderem in Reichenbach, wo lange Zeit vor dem ehemaligen Gasthaus „Zur Krone“ die Geranien-Tröge nicht nur ein schönes Bild abgaben, sondern dort auch das „wilde Parken“ einschränkten.

Hölzerne Tröge verschwanden aus dem Ortsbild

In Dörlinbach waren mit der Zeit einige der Blumentröge vor allem durch die Witterung gezeichnet. Aber nicht nur. Es soll der eine oder andere Blumentrog auch durch kleinere Kollisionen mit Verkehrsteilnehmern beschädigt worden sein. Schlussendlich verschwanden besagte Blumentröge wieder entlang der Durchgangsstraße und nach und nach auch wieder aus dem gesamten Ortsbild. Denn auch in den Grünanlagen beziehungsweise in den öffentlichen Grünflächen wurden im neuen Jahrtausend keine Tröge mehr aus Baumstämmen aufgestellt. Die Bachseite sowie einige Brunnenanlagen erfreuen in der wärmeren Jahreszeit nach wie vor durch eine leuchtende Blumenpracht. Insgesamt jedoch hat der Ort – zumindest was die farbenprächtigen „Blütenmeere“ von einst anbelangt – merklich an Quantität abgenommen.

Veröffentlicht am 21. Mai 2021 / red

Visuelle Impressionen zur Geschichte:

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