Im März 1975 kam es erstmals zu lebhaften Diskussionen über die Gestaltung des Programms. Wer könnte das Publikum am Festwochenende unterhalten? Angebote von verschiedenen Gruppen lagen auf dem Tisch, darunter die Musikkapelle Zell-Weierbach, die „Fidelen Ortenauer“, das Trio Seitz sowie die Kirnbacher Tanzgruppe. Es gab Bedenken, dass die hochkarätigen Darbietungen miteinander konkurrieren könnten, doch letztendlich entschloss man sich, sowohl die Kirnbacher als auch die Zell-Weierbacher in das Programm aufzunehmen.
Diskussionen und Entscheidungen im März
In derselben Sitzung wurden auch die Bands für Sonntag- und Montagabend festgelegt – „Airport“ und „Allstars“ freuten sich auf ihren Auftritt. Doch bei der Wahl des Festwappens gab es zunächst eine hitzige Debatte. Während Gemeinderat Hermann Faißt (1929 bis 2000) klar für das Dörlinbacher Wappen plädiert, war Gerhard Finkbeiner der Meinung, dass der Ausschuss den Mut haben müsse, etwas Neues zu wagen. Sein Vorschlag: das neu gestaltete Wappen der Gesamtgemeinde Schuttertal. Letztendlich fand seine Idee Gehör und setzte sich in der nachfolgenden April-Sitzung durch.
Festakt in der Kirche statt im Zelt
Eine der entscheidenden Entscheidungen fiel in der Mai-Sitzung. Bürgermeister Bernhard Himmelsbach (Jahrgang 1940), gestärkt durch seine Erfahrungen aus vergangenen Festen, war überzeugt, dass der Festakt nicht im Festzelt stattfinden könne. Nach intensiven Diskussionen entschied man, die Feierlichkeiten in der Dörlinbacher Pfarrkirche abzuhalten. Im Anschluss sollten sich die Festteilnehmer in einem Fackelzug zum Festzelt auf dem Sportplatz begeben – ein Anblick, der sicherlich viele Herzen berühren würde, so die Überzeugung. Bei dieser Sitzung wurde auch Matthias Ohnemus (1934 bis 2020) als Organisationsleiter bestimmt, der die Fäden des Geschehens in der Hand halten sollte. In den folgenden Treffen wurden unzählige organisatorische Details besprochen, die das Fest zum Erfolg führen sollten. Heute kaum vorstellbar, aber das vollständige Festprogramm wurde erst in der Juli-Sitzung finalisiert.
Festpräsente und Kupferstiche
In der April-Sitzung stellte das Team außerdem Überlegungen zu den Festpräsentationen an. Man schlug Kupferstiche vor, die charakteristische Motive wie den Kinzigtäler Speicher des Konradenhofs, den Rothweilerhof und die alte Dreifaltigkeitskapelle darstellen sollten. Diese Geschenke würden nicht nur an das Jubiläum erinnern, sondern auch die kulturelle Identität Dörlinbachs widerspiegeln. Die Vorbereitungen zur 750-Jahr-Feier waren alles andere als einfach, doch sie vereinten die Gemeinschaft in einem gemeinsamen Ziel: ein Fest auf die Beine zu stellen, das noch lange in Erinnerung bleiben würde. Ein Blick zurück zeigt, wie viel Engagement und Kreativität in diesem besonderen Anlass steckten – und das Ergebnis war ein Fest, das mit Freude und Stolz gefeiert wurde.
Veröffentlicht am 6. April 2025 / red
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