Die Vorbereitung für die Aktion begann schon einige Wochen zuvor, als die Jugendlichen Ideen sammelten, gemeinsam Skizzen entwarfen. Diese Entwürfe wurden auf eine wetterfeste Plane übertragen, die dann am Vortag der Aktion an der Betonwand befestigt wurde. Am Samstag war der Moment gekommen: Nach einer kurzen Einführung durch Nicole und der Dörlinbacher Künstlerin Jule Ohnemus – die derzeit ihre Kunst auch im Rathaus präsentiert – wurde das Kommando gegeben: „Jetzt darf gesprayt werden!“
Mit Spraydosen und Graffiti-Markern
Mit einem Herzschlag zwischen Vorfreude und Nervosität griffen die Jungen und Mädchen zu Spraydosen und Farbmarkern. Einige sprühten zunächst zaghaft, während andere sich mutig ins Geschehen stürzten. Doch schon bald zeigte sich auf der Wand, was in den Köpfen der Kinder brodelte: Ein beeindruckendes Wandbild mit den Maßen von 7,50 Metern mal 1,70 Metern nahm Gestalt an. Die ursprünglich für Jugendliche von elf bis 14 Jahren konzipierte Aktion erlebte einen unerwarteten Zulauf: Jüngere und auch einige Erwachsene schlossen sich spontan an und belebten so das künstlerische Treiben. Sogar Bürgermeister Matthias Litterst, zusammen mit seiner Tochter Johanna, wagte sich kurzzeitig mit Graffiti-Marker und Spraydose an die Wandkunst.
Friedenstaube und Ortswappen mit Smiley
Ein Hingucker des Werkes ist das Ortswappen von Dörlinbach, neu interpretiert und mit einem fröhlichen Smiley verziert. So vereinte das Kunstwerk nicht nur die kreative Handschrift von Nicole Reymann, die bekannt dafür ist, dass ihre Werke stets mit einem Smiley versehen sind, sondern auch die Wünsche der Jugendlichen. Auf besonderen Wunsch der Jugendlichen wurde auch eine Friedenstaube in das Gesamtbild integriert, wodurch das Wandbild noch mehr Bedeutung erhielt. Nach knapp drei Stunden kreativen Schaffens durften sich die jungen Künstlerinnen und Künstler mit ihrem Namen auf dem Werk verewigen. Bürgermeister Litterst bedankte sich herzlich bei allen Beteiligten, insbesondere bei den beiden Künstlerinnen sowie dem Orga-Team rund um Julia Zehnle, für die gelungene Aktion im Rahmen des Jubiläumsjahres „800 Jahre Dörlinbach“.
Grundstein für zukünftige Projekte
Mit diesem fast 20 Quadratmeter großen Graffiti wurde nicht nur eine bleibende Erinnerung geschaffen, sondern auch der Grundstein für zukünftige Projekte gelegt. Die angrenzende Freifläche vor der Feuerwehrgarage soll ebenfalls bunt gestaltet werden. Schuttertals Feuerwehrkommandant Achim Zehnle fand diese Idee großartig und zog sogar ein Feuerwehrmotiv in Betracht. Für das nächste Jahr planen die Initiatorinnen und Initiatoren, eine ähnliche Aktion im Rahmen des Ferienprogramms anzubieten. So bleibt Dörlinbach nicht nur durch seine Geschichte lebendig, sondern auch durch die kreativen Geister, die es mit solch strahlenden Erinnerungen bereichern.
Veröffentlicht am 22. Juli 2025 / red
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