Bei der feierlichen Einweihung erläuterte Bürgermeister Matthias Litterst, dass der Name „Mühlenplatz“ auf die bäuerlichen Arbeitsgeräte aus dem Jahr 1760 zurückgeht, die einst dort aufgestellt waren. Zwei neue Brunnen, die als moderne Interpretationen der Mühlsteine konzipiert wurden, bilden nun den zentralen Anziehungspunkt des Platzes. Trotz des bunten Festes und der positiven Rückmeldungen zur Neugestaltung äußerten einige Gäste Bedenken bezüglich des Namens. Einige fühlten, dass damit eine Chance verpasst wurde, die Pioniere der Kuranlage zu ehren, die vor 59 Jahren das Fundament für diesen Ort gelegt hatten. Doch die Begeisterung über die gelungene Platzgestaltung überwog. Der neue Trinkbrunnen und der von manchen als „Jubiläumsbrunnen“ bezeichnete Nierenbrunnen-Ersatz fanden großen Anklang.
Dank an alle Mitwirkenden
Bürgermeister Litterst nutzte die Gelegenheit, um den zahlreichen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu danken, die sich aktiv an der Gestaltung des Mühlenplatzes beteiligt hatten. Besonders hervorzuheben waren die Mitarbeiter des Bauhofs, die viele Arbeitsstunden investierten, um alles rechtzeitig zur Eröffnung fertigzustellen. Den offiziellen Teil der Feierlichkeiten rundeten Litterst und Gemeinderätin Julia Zehnle durch das Durchschneiden eines Bandes zur symbolischen Öffnung des Platzes ab, gefolgt von einem Segensgebet durch Pater Yesudas. Umrahmt von Klängen der Gruppe „Meilenstein“ genossen die zahlreichen Besucherinnen und Besucher Bier und Bratwurst, während der obere Teil der ehemaligen Kuranlage, der im nächsten Jahr neu gestaltet werden soll, ebenfalls in das Fest einbezogen wurde. Besonders die Kinder kamen auf ihre Kosten und belagerten die neue kleine Spielwiese mit Balanciergeräten und Federwippe – so war der „Mühlenplatz“ ein Ort voller Lachen und Freude.
Erinnerungen und Schwätzchen
Auf den neuen Sitzbänken saßen zahlreiche Dorforiginale, die die Gelegenheit nutzten, in Erinnerungen zu schwelgen und angeregte Gespräche zu führen. Einige erinnerten sich an die ersten Kurgäste, die Ende der 1960er-Jahre die damalige Anlage besuchten und stolz Fotos für ihre Angehörigen zu Hause machten. Diese nostalgischen Momentaufnahmen gaben dem Fest eine besondere Note und festigten den Gemeinschaftsgeist der Dörlinbacherinnen und Dörlinbacher. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Einweihungsfeier des „Mühlenplatzes“ ein voller Erfolg war. Trotz kleiner Spannungen um den Namen gelang es der Gemeinde, einen neuen Treffpunkt zu schaffen, der sowohl Geschichte als auch Moderne vereint und für die kommende Generation ein Ort der Begegnung und Freude sein wird.
Veröffentlicht am 5. Juli 2025 / red
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