Seite wählen

Ferrari macht Boxen-Stopp in Dörlinbach

Lesedauer: 3 Minuten

Vom roten Flitzer bis zur monströsen Klatsche

Aufmerksame Besucher dieser Seite wissen, dass im Jahre 1955 schon einmal ein Sputnik durch das kleine Dörlinbach schwirrte. Nachzulesen unter dem Blog-Beitrag „Sputnik im Weltall und in Dörlinbach“ vom 1. März 2021. 42 Jahre später gab es erneut um die Fasnachtszeit eine „Sensation“. Ein knallroter Ferrari machte Dörlinbachs Straßen unsicher.

Franz Eble und Rainer Stölcker in ihrem selbstgebauten Ferrari vor der Turn- und Festhalle in Dörlinbach am Fasnachtssonntag 1997.
Der Formel-1-Renner kam jedoch nicht aus Maranello. Und das etwas kurios gekleidete Ferrari-Team hielt den Boxen-Stop nicht an einer Rennstrecke, sondern in der Turn- und Festhalle ab. Dahinter verbarg sich nämlich ein genialer Einfall von Franz Alois Eble (geboren 1959) und Rainer Simon Stölcker (geboren 1964).
Die Ferrari-Bastler Franz und Rainer werkelten im Jahre 1999 auch den Riesen-Datscher für den „Bremmedatscher“ (Foto aus 2004).
Franz Eble und Rainer Stölcker in ihrem selbstgebauten Ferrari vor der Turn- und Festhalle in Dörlinbach am Fasnachtssonntag 1997.
Die beiden gebürtigen Reichenbacher prägten über viele Jahre hinweg die Bremsdorfer Fasent mit ihren originellen Ideen, die sie mit Vorliebe am „Fasentssundig“ beim Umzug durch den Ort umsetzten. Und so kam es, dass die beiden im Februar 1997 mit ihrem nachgebauten Formel-1-Boliden Aufmerksamkeit beim Dörlinbacher Narrenvolk erweckten. Der rote Flitzer war natürlich an jenem Umzugssonntag der Hingucker schlechthin. Sogar der richtige Sound durfte nicht fehlen, wenn auch dieser vom Band kam.

16 Kampagnen durchgehalten

Franz und Rainer werkelten übrigens zwei Jahre später ein anderes, viel viel wichtigeres Utensil für die „Bremme-Fasent“ zusammen, das den „Bremme“ über 16 Jahre hinweg buchstäblich Beine machen sollte. Sie schufen für die Einzelfigur der Bremsdorfer Narrenzunft, dem „Bremmedatscher“ eine überdimensionale „Fliegenklatsche“, welche in diesem Fall allerdings eine „Bremmeklatsche“ war. Deren Format übertraf selbst herkömmliche XXL-Fliegenklatschen bei Weitem. Zudem war der „Datscher“ für den „Datscher“ überaus robust. Trotz gelegentlicher Blessuren hielt das von Franz und Rainer geschaffene Gerät alle 16. Kampagnen des „Bremmedatschers“ durch.

Veröffentlicht am 25. März 2021 / red

Visuelle Impressionen zur Geschichte:

Das könnte Dir auch gefallen:

An der Umzugsspitze

An der Umzugsspitze

Sie sind zwei echte Dorforiginale und – wenn man so will – auch zwei echte „Fasentskinder“. Die Rede ist von Wilhelm...

mehr lesen
Das Maibaumstellen

Das Maibaumstellen

Am 1. Mai-Tag war es noch im alten ausgehenden Jahrtausend Brauch, dass die Musikkapelle in der Frühe an verschiedenen...

mehr lesen
Der Bremmedatscher

Der Bremmedatscher

Er wurde gerade einmal 16 Jahre alt – der „Bremmedatscher“. Allerdings sind hier dessen Lebensjahre als „närrische...

mehr lesen

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert